Worum es geht

„Ártala" ist altisländisch für „Jahrzähler" und steht in der eddischen Dichtung (Alvíssmál, Strophe 14) als Elfenwort für den Mond. Inhaltlich ist der Ártala die Rekonstruktion eines germanischen Lunisolarkalenders: Der Mond gibt den Takt vor – jeder Monat beginnt mit der ersten sichtbaren Neumondsichel, die Vollmondnacht bildet die Monatsmitte, eine an die Wintersonnenwende gebundene Schaltmonatsregel hält die Monate im Einklang mit dem Sonnenjahr.

Eine App macht diese Zeitrechnung greifbar: Sie zeigt, wann welcher Monat beginnt, welches Fest ansteht und wie sich der Rhythmus aus Mond und Sonne über die Jahrzehnte verschiebt.


Vom Papierkalender zur App

Die Idee entstand 2016. Von 2017 bis 2021 habe ich den gebundenen Mondkalender der Germanen als gedruckten A3-Wandkalender jährlich neu gestaltet, gedruckt und vertrieben. Die Verkaufszahlen stiegen stetig, es entstanden Geschäftsbeziehungen zu mehreren Shops – aber der Kundenstamm blieb zu klein für den Druck. Die letzte Ausgabe war der Jahrgang 12021 (in der Holozän-Ära nach Cesare Emiliani). Ab 2019 erschien der Wandkalender mit eigener ISBN über die Edition Roter Drache.

Schon während der Druckphase entstand die Idee, den Ártala zusätzlich als App anzubieten. Ein Kickstarter-Crowdfunding im Oktober 2021 blieb erfolglos – aber die Idee war nicht tot, nur verschoben.

2026 ist der Ártala endlich App: als Web-Anwendung (seit März 2026) und als native Android-App auf Google Play (seit Juni 2026). Die iOS-App folgt in Kürze.


Wissenschaftliche Grundlage

Ártala ist quellenbasiert rekonstruiert, nicht aus dem Bauchgefühl entwickelt. Die fachliche Grundlage bildet Andreas E. Zautners Buch Der gebundene Mondkalender der Germanen (Edition Roter Drache) – eine quellengesättigte Rekonstruktion aus antiken, mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Literaturquellen. Zautner begleitet das Projekt seit der Papierkalender-Phase als Ratgeber.

Wo die Quellenlage dünn ist, wird das markiert – keine Lücken mit Behauptungen füllen. Die Wissensdatenbank des Projekts unterscheidet konsequent zwischen Quellenbefund und Deutung.


Kooperation mit dem Eldaring

Der Eldaring e. V. – der größte germanisch-heidnische Verein im deutschsprachigen Raum – kooperiert mit dem Ártala und empfiehlt ihn. Mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags im Mai 2026 haben der Vorstand und ich vereinbart, die öffentliche Aufmerksamkeit füreinander zu stärken.

Der Eldaring steht für einen offenen, inklusiven und wissenschaftlich orientierten Zugang zum germanischen Heidentum. Ártala grenzt sich ausdrücklich von völkisch-rechten Vereinnahmungen germanischer Kultur ab.


Illustration

Monatsbilder, Titelbilder und Festsymbole stammen von Nils Broß – sowohl in den historischen Wandkalendern als auch in der App.


Kontakt

Fragen, Feedback oder Kooperationsanfragen? Schreibt mir gerne über die Kontaktseite.